Skandinavien-Dänemark: Ærø

Ærø  liegt am südlichen Eingang des Kleinen Belts und ist umgeben von Fünen im Norden, Langeland im Osten, Schleswig-Holstein im Süden und Alsen im Westen. Die Insel ist etwa 30 Kilometer lang und bis zu 6 Kilometer breit. Ærø  wird auch „Perle der dänischen Südsee“ genannt.

 

Ærø ist die einzige der großen dänischen Ostseeinseln, die nicht durch eine Brücke mit der Außenwelt verbunden ist. Es bestehen aber Autofähren-Verbindungen nach Alsen, Fünen und Langeland und von dort in andere Regionen in Skandinavien.

 

Drei Kilometer lang und bis zu 30 Meter hoch ist die Steilküste, deren Untergrund hauptsächlich aus Lehm besteht.

 

Ihre Treppenform verdankt die Urlandschaft, die in der vorletzten Eiszeit entstand, Erosionen des in mehreren Schichten abgelagerten Lehms. Die Steilküste steht unter Naturschutz, darf aber trotzdem bewandert werden. Im Frühsommer kann man an lauen Abenden den seltenen Glockenfrosch seinen seltsamen Schrei ausstoßen hören: Sonst beinahe ausgestorben hat er hier ein Refugium gefunden.

 

Den besten Ausblick der Insel bietet der Leuchtturm Skjoldnæs Fyr an der nördlichen Spitze der Insel. 22 Meter ist er hoch.

 

Marstal ist mit 2.500 Einwohnern die größte Stadt Ærø. Immer noch ist Marstal Heimathafen für fünfzig Schiffe, der Hafen mit seiner Werft ist lebendig und beileibe kein Museumsstück. Die glorreiche Vergangenheit, als von Marstal aus mehr Schiffe bis nach Kanada, Tahiti und Brasilien fuhren als von Kopenhagen, ist im Museum ausgestellt. Das Søfartsmuseum, natürlich direkt am Hafen gelegen, gleicht einer maritimen Schatztruhe.