Skandinavien-Dänemark: Die Färöer-Inseln

Die Färöer - Inseln für Wanderer, Naturliebhaber, Angler und Individualisten



Färöer - Inseln

Die Färöer sind in Deutschland und Österreich vor allem Fußballfans ein Begriff. Doch die auf halbem Weg zwischen Schottland und Island gelegene Inselgruppe ist dabei, sich zu einem echten Geheimtipp für Naturfreunde und Wanderer zu entwickeln. Immerhin bieten die Inseln einen der letzten Flecken ursprünglicher Natur in Europa.

 

Die Färöer bestehen aus 18 Inseln vulkanischen Ursprungs mit den beiden Hauptinseln Streymoy und Eysturoy. Ihre Einwohnerzahl liegt bei nur 45 000, 16 000 davon wohnen in der Hauptstadt Torshavn.

 

 



Färöer Inseln

Die Landschaft der Färöer ist geprägt durch felsige Bergformtionen, grasüberwachsene Flächen und waagerecht verlaufende Basaltschichten. Fjorde mit steilen, von kleinen Bächen zerklüfteten Hängen graben sich tief in die einzelnen Inseln ein.

 

Besonders reizvolle Naturerlebnisse werden dem Wanderer im Küstenbereich geboten. Die tobende Wut der Brandung hat im Laufe der Jahrhunderte an der 1 100 Kilometer langen Küstenlinie der Färöer ihre tiefen Spuren hinterlassen: Steilwände, Abbrüche und Grotten en masse. Etwa 3,5 Millionen Seevögel (300 verschiedene Arten!) finden hier Brutplätze.

 

 


Die tosende Brandung, die Schreie der Seevögel, die klare Seeluft und der steife Seewind vermitteln den Eindruck: "Ein reineres Küstenerlebnis ist kaum denkbar!"

 

Großartige Naturphänomene, die man unbedingt besuchen sollte, sind die mit 750 Metern höchste Steilklippe Europas an der Nordspitze der Insel Vidoy und die schlanken Felsnadeln vor der Steilküste bei Edi in Nordwesten von Eysturoy. Naturfreunde sollten sich auch den tobenden Wasserfall "Fossa" auf Streymoy nicht entgehen lassen.

 

Recht pittoresk nehmen sich die oft winzigen Dörfer aus, die man überall auf den Inseln verstreut findet. Kleine Ansammlungen bunter Holzhäuser, die meist von einer Jahrhunderte alten Holzkirche überragt werden. Um die Dörfer ist normalerweise eine grüne Zone kultivierter Heuwiesen angelegt. Ein Hinweis am Rande: In nahezu jedem Dorf trifft man noch auf Überreste aus der Wikingerzeit!

Bei guten Wetter sind die Färöer ein ideales Wandergebiet. In der Regel kann man die Inseln als erfahrener Wanderer leicht nach Karte (mindstens 1:100000) bewandern. Viele Wege sind durch so genannte "Steinmänner" markiert. Das sind etwa meterhohe Türmchen aus aufgeschichteten Steinen, die schon seit Alters her als Wegmarkierungen dienen. Auch heute ist jeder Wandersmann gehalten, gelegentlich einen Steinmann zu reparieren oder zu erhöhen.

 

Problematisch wird eine Wanderung auf den Färöer dann, wenn der Nebel so zunimmt, dass man den nächst gelegenen Steinmann nicht mehr sieht. Dann hilft oft nur noch der Kompass. Die gelegentlich anzutreffenden Steilstufen aus Basalt werden zur ernsten Gefahr.

 

Möchte man in Klippennähe wandern, sollte man natürlich schwindelfrei sein. Ansonsten gilt für die gesamten Färöer: unbedingt feste und absolut wasserdichte Wanderschuhe sowie wasser- und windfeste Kleidung mitnehmen!

 

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