Skandinavien: Finnmark

Touristen bieten sich in der Provinz Finnmark vielfältige Möglichkeiten.

Besonders beliebt ist es in einem der Nationalparks zu wandern, Bootstouren zum Meeresangeln zu machen und dabei Wale und Seevögel zu beobachten oder Extremtouren in die einsame Landschaft zu unternehmen. Auch Angler und Jäger fühlen sich hier in Nord-Skandinavien sehr wohl. Viele Urlauber übernachten in Ferienhäusern, aber auch Campingplätze und Hotels stehen zur Verfügung.

 

Eines der beliebtesten touristischen Ziele in Skandinavien ist das Nordkapp, der nördlicheste Punkt Europas. Schon seit hunderten von Jahren reisen die Menschen zu diesem magischen Punkt, der bis heute wenig von seiner Faszination verloren hat. Hier geht vom 14. Mai bis 30. Juli die Sonne nicht unter, auch wenn man sie nicht immer sehen kann.

 

Selbst bei Mitternacht scheint in der Polarregion die Sonne – die Mitternachtssonne, die an diesem Punkt am längsten zu sehen ist. Dem Einfluss des Golfstroms ist es zu verdanken, dass die Finnmark von allen arktischen Regionen über die längste eisfreie Küste der Welt verfügt. Die warmen Wassermassen lassen die Küste nicht zufrieren und schaffen vergleichsweise günstige Lebensbedingungen.

 

Im Sommer liegen dort die Temperaturen bei 25 Grad, im Winter liegen sie um den Gefrierpunkt. Im Landesinneren dagegen kann die Temperatur auf bis zu –40 Grad fallen. An die raue Landschaft angepasst sind die Rentiere, von denen es in Finnmark noch große Herden mit bis zu 3000 Tieren gibt. Das Leben am Rande des Eismeeres ist schroff aber faszinierend.

 

 

Allgemeine Informationen

Finnmark ist mit einer Fläche von 48.637 km² die größte und zugleich bevölkerungsärmste Provinz Norwegens. Hier leben nur ca. 76.000 Einwohner. Der Hauptort heißt Vadsø. Die Finnmark liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Sibirien, Grönland und Alaska.

 

Die nördlichste der norwegischen Fylker ist durch einsame, weite Hochebenen im Landesinneren und schroffe Felsküsten an der Küste geprägt. Sie bietet von allen norwegischen Regionen wohl noch am ehesten richtige Wildnis. Sie ist die Heimat der Saami, einer Volksgruppe, die schon vor etwa 10.000 Jahren aus der Mongolei nach Nord-Skandinavien kam.

 

In einigen Gegenden der Finnmark gibt es noch alte Opferstätten der Saami, von denen einige noch bis ins letzte Jahrhundert hinein in Gebrauch waren. Zu den bekanntesten dieser Opferstätten gehören Stalloen in Kvalsund und das Naturdenkmal Finnkirka in Kjollefjord.